A SERIOUS MAN
Diese Woche startet die neue Komödie der Coen-Brothers, A SERIOUS MAN. Wie schon der Vorgängerfilm BURN AFTER READING, verspricht das neue Werk wieder voll von überdrehtem Humor und skurrilen Charakteren zu sein. Die Ensemble aus wohlklingenden Namen wird so jedoch kaum wiederholt. Der Protagonist wird vom Amerikaner Mark Stuhlberg gespielt, der eher in der Theaterszene zu verorten ist. Das Presseecho ist durch die Bank positiv.
Eric Rohmer ist tot
Posted by Hannes Wesselkämper in Artikel & Essays
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Gene Hackman in NIGHT MOVES
Am Montag den 11. Januar ist der französische Regisseur Eric Rohmer im Alter von 89 Jahren, nach einem einwöchigen Krankenhausaufenthalt, verstorben. Er war ein wichtiger Protagonist der Nouvelle-Vague-Bewegung und gehörte auch danach zu den besten Regisseuren Frankreichs. Als Filmanalytiker machte sich Rohmer ebenfalls einen Namen. Mit seiner Dissertation über die Räume bei F.W. Murnau feierte er Erfolge in der Filmwelt und auch für die legendären Cahiers du Cinema schrieb er Artikel. Zu seinen wichtigsten Filmen gehören PAULINE AM STRAND (1983) und DER FREUND MEINER FREUNDIN (1986), letzterer übrigens von der deutschen Band Tocotronic besungen. Des Weiteren galt Rohmer, der mit bürgerlichem Namen Jean-Marie Maurice Schérer hieß, als Theaterkenner und exzellenter Klavierspieler.
60 Jahre Berlinale
Posted by Hannes Wesselkämper in Artikel & Essays
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Dieses Jahr feiert die Berlinale ihren 60. Geburtstag, und das auf besondere Weise. Eines der großen Highlights wird die Präsentation der restaurierten Fassung von Fritz Langs METROPOLIS sein. Diese wird im Friedrichstadtpalast aufgeführt und auf eine Großleinwand am Brandenburger Tor übertragen, sodass alle Filmfans - das Event ist umsonst - die Chance haben, sich von den seit Jahrzehnten vermissten 30 Minuten des Films ein Bild zu machen. Die Vorführung wird am 12. Februar, dem zweiten Tag der Berlinale, stattfinden.Ein weiteres interessantes Projekt wird die Installation Vorhang auf - The Curtain der koreanischen Künstlerin Christina Kim sein. Vom 12. bis 15. Februar wird ein 300qm großer Vorhang aus DVD-Hüllen, Billboards und anderen Materialien der Filmwelt zu sehen sein. Der symbolische Kinovorhang soll ebenfalls am Brandenburger Tor zu sehen sein.
Damit wird das größte Filmfestival Deutschlands einmal mehr zum Anziehungspunkt für Filmfreaks, Branchenobere, Schauspiele, Regisseure und Journalisten. Zum sechzigsten Geburtstag werden es sich wohl viele Prominente der Filmwelt - und solche die es werden wollen - nicht nehmen lassen, Berlinale-Chef Dieter Kosslick auf die Schulter zu klopfen und ein Glas Sekt im Sony Center zu kippen.
Get Well Soon lieber ANTICHRIST

Das Bandprojekt Get Well Soon hat sich offensichtlich stark von Lars von Triers Kinohit ANTICHRIST beeinflussen lassen. Die Band unter Führung des Biberachers Konstantin Gropper begab sich ins Bergische Land, um dort das Video zur ersten Singleauskopplung ihres zweiten Albums zu drehen. Hier steht der berüchtigte Antichristwald, der im Film zur nebligen Bühne des stattfindenden Grauens wird.
Gute Vorsätze und 13 SEMESTER
Hallo und ein frohes neues Jahr!
Der Schmale ist wieder aufgetaucht aus dem Sumpf des Uni-Stresses und nicht zuletzt der Bequemlichkeit. Ich werde wieder versuchen, die aktuellsten Filmempfehlungen auszusprechen, euch mit Trailern zu versorgen oder mal wieder eine Kritik oder Biografie zu posten.
Es geht los mit einem Film, dessen Drehbuch ich schon in der Hand hielt. Somit also ein feiner Insidertipp.
Kinostart IT MIGHT GET LOUD
Eine "Rockumentary", so der Verleiher Arsenal, habe Davis Guggenheim, der für seinen Film EINE UNBEQUEME WAHRHEIT einen Oscar erhielt, geschaffen. Der Dokumentarfilm IT MIGHT GET LOUD ergründet die Rockmusik zusammen mit drei Gitarristen ihrer eigenen Epoche: Jimmy Page, legendärer Gitarrist der Band Led Zeppelin; The Edge, seines Zeichens Gitarrist bei U2 und Jack White, eine Hälfte der White Stripes. Zusammen wird viel über Musik palavert, aber auch zusammen gejammt. Ob nun das Geheimnis des Rocks dabei rauskommt sei dahingestellt, Spaß machen sollte dieser Film allerdings.Kinostart ZERRISSENE UMARMUNGEN
Der Autorenfilmer-Kinosommer geht weiter. Nach dem lang erwarteten Jarmusch-Werk wurde jetzt der neue Almodóvar-Film ZERRISSENE UMARMUNGEN veröffentlicht. Es ist vor allem ein Film eines Kinoliebhabers mit einem besonderen Fokus auf die großen Frauen des Kinos. Penelope Cruz als Schauspielerin in einem Film im Film darzustellen, gibt ihm eben auch die Möglichkeit, diese großartige Mimin gekonnt in Szene zu setzen.
Der Film erzählt die Geschichte des blinden Drehbuchautors Harry Caine, der in Madrid seine Drehbücher schreibt. Bevor er durch einen Autounfall erblindete, war er ebenfalls Regisseur. Als ein etwas mysteriöser Zeitgenosse auftaucht und mit ihn ein offenbar persönlich motiviertes Drehbuch schreiben möchte, kommt ihm ein Verdacht. THE INTERVIEW PROJECT
Doch was zählt ist, dass die Geschichten trotz ihrer seriellen Anordnung - jeden dritten Tag wird eine neue Episode veröffentlicht - einzigartig und packend sind. Die klaren und klassisch gestalteten Interviews, man hört lediglich die Meinung der interviewten, sind mit wundervollen Aufnahmen aus dem geografischen Umfeld angereichert und tragen damit maßgeblich zur Stimmung eines jeden Interviews bei. Ein interessantes Projekt, das den Internetalltag um ein menschliches Element erweitert. Bookmarken und genießen!
Kinostart - THE LIMITS OF CONTROL
Vier Jahre nach BROKEN FLOWERS (2005) wird dieser Tage der neueste Film des amerikanischen Independentregisseurs Jim Jarmusch veröffentlicht. THE LIMITS OF CONTROL soll eigenwilliger werden als es andere Werke des Filmemachers waren, die meist von eigenwilligen Charakteren handeln und stets den unverwechselbaren Stil des 56-jährigen tragen. Seine Geschichten werden auf lakonische Weise erzählt und fordern den Zuschauer auf, die entstehenden Leerstellen zu füllen oder auch nicht. Jarmusch möchte nicht, dass seine Filme überinterpretiert werden und sagt selbst, dass sie keinen tieferen Sinn hätten. Für das ungeschulte Filmauge nicht selten hart an der Grenze zur Langeweile, bestechen gerade die optisch homogeneren Frühwerke des Amerikaners durch ästhetische Bilder und die wunderbare Welt der Alltäglichkeit. Seine Helden sind Alltagshelden mit skurrilem Touch, seine Geschichten mäandrieren zwischen soziologischer Aufarbeitung und bloßem Beobachten.(mehr)
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